Eine benediktinisch geprägte Gemeinschaft innerhalb der unabhängig-katholischen Kirche/UKK

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Die Oblaten-Benediktinergemeinschaft St. Ekkehardt ist eine Gemeinschaft, die nach der Regel des Hl. Benedikt lebt und dennoch voll in der Welt steht. Wir sind bewusst KEIN Kloster im herkömmlichen Sinne, sondern eine Gemeinschaft, die die Regel des Heiligen Benedikt spirituell und theologisch lebt und in die moderne Lebenswelt transferiert und das Alte und Neue in der Kirche verbindet.

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(Gedicht von Sw. Clara Elisabeth/OBSE)
Menschen sind wie Bäume....

 

Unter all den Bäumen, die ich fand, war der DEINE noch am leuchtensten, schön und strahlend, gesund und gut gebaut.

 

Beim näheren hinschauen sah ich, daß er im Park stand, einer großen Stadt.


Neben Dir ein anderer Baum, genauso strahlend, direkt am kiesgestreuten Weg, wo feine Leute sonntags flanieren.

 

Als ich das sah, war es beeindruckend. Soviel Platz ringsum, die feinen Leute -, wie viele Jahre und doch so gepflegt und ringsum alles sauber und fein.

 

Vielleicht mal ein Penner etwas weiter weg auf einer Parkstand, des Nachts, wenn ihn keiner sieht. Und Du in majastätischer Höhe, die Arme ausstreckend zum Himmel, jeder Kleinigkeit erhaben. Was für ein Baum, welche Größe. Jeder erblaßt, der örübergeht.

 

Die Wurzeln tief gewachsen, die Blüte in voller Pracht. Jeder weiß das zu schätzen. Wer mag schon alte gnubbelige Bäume, die das Leben und die Säge gezeichnet hat.

 

Ein Park voll Weite und viel Platz. Menschen lagern in Deinem Schatten, als Schutz or der Sonne, kleine Hunde laufen umher. Man genießt das Leben und die Ruhe, die einem keiner nimmt.

 

Neulich fuhr ich mit meinem Mann auf einem LKW durch viele Orte und Straßen und sah auch Bäume. In kleinen Gruppen, die man gelassen hat vor der Rodung des Pfluges, wo noch kein Acker war. Bäume sind die Kraft des Lebens und alle eigens.

Dann ein Vorüberhuschen, direkt neben der Straße.

 

Ein Baum, wie die Welt selbst. Dick und alt, verwachsen und nicht fein. Aber mit Armen über die Straße, die schreien. Man hatte wohl versucht, ihn zu stutzen und zu zähmen, aber mit all seiner Kraft hatte er dadurch Wendungen geschla-gen, die der Ähnlichkeit eines Menschen glichen. Gar nicht nach Baumart. Und er hatte auch kaum Platz und bestimmt ging auch niemand an ihm vorbei, weil es viel zu gefährlich war, so nah an der Straße.

 

 Überhaupt hatte man ihn nur vergessen und deshalb stehenlassen. Er paßte ja auch nirdgendswo hin. Er war nur noch da und schrie mit seinen Armen. Zigtausend Autos fuhren jede jede Woche vorbei und er hatte sich daran gewöhnt, übersehen zu werden und vom Lärm der Straße war er fast taub. Platz hatte er nicht. Niemand flanierte unter ihm und Schatten gab er nur dem Asphalt der Straße. Worauf man schon überlegt, ob man ihn fällt, wegen der vielen Blätter, die dann im Herbst rumliegen. Überhaupt. Es gab keinen Grund mehr für ihn da zu stehen. Selbst die Vögel flogen eilig fort, wel es zu laut war und der Benzingestank bis in die Kronen stieg und er keine Früchte barg. So ein Baum!
Ich habe ihn gesehen, nur für ein paar Sekunden.

Aber was würdest du sagen, wenn all sein Schreien tiefer zu mir drang, als all deine Schönheit in der Stille des Parks. Er hat seinen Platz in meinem Herzen gefunden.
Verachte das Gebrochene nicht.
Verachte die geschlagenen nicht. 
Mach Dich nicht größer, als Du bist, denn es liegt nicht an Dir, wo du stehst.
(Sw. Clara Elisabeth 11/1993)   


Oblaten-Benediktinergemeinschaft St.Ekkehardt