Die Oblaten-Benediktiner St. Ekkehardt

ad majorem dei gloriam

Wir sind eine Gemeinschaft innerhalb der Unabhängig-katholischen Kirche (UKK), die auf der Grundlage der Regel des Hl. Benedikt von Nursia ihr Leben und Arbeiten gestaltet.

Aktuelles finden Sie weiter unten!

 

 

FAQ´s

Was sind Oblaten, früher und heute?

 

Früher
Der Begriff Oblaten kommt aus dem Latein (oblatus=Kind; oblati=Kinder) und waren ursprünglich  in der Regel des Heiligen Benedikt (Regula Benedicti kurz RB) jene Kinder, die von Ihren Eltern ins Kloster abgegeben wurden, um dort als Mönche, oder Nonnen ausgebildet zu werden. Die Eltern gaben im Mittelalter (circa 5. bis 15. Jahrhundert) ihre Kinder freiwillig ins Kloster, damit diese dort eine schulische, aber vorallem religiöse Bildung bekamen. Die Klöster waren im Mittelalter der einzige Weg über die Ständegesellschaft hinwegzukommen, da im Kloster alle gleichgestellt waren und die Herkunft keine Rolle spielte. Ob Sohn/Tochter einer reichen Familie, oder einer Sklavenfamilie, unfreien oder mittellosen Sippe, im Kloster waren sie gleich.
 
Heute

In der heutigen Zeit werden KEINE Kinder mehr direkt ins Kloster gegeben, oder aufgenommen. Im heutigen Verständnis sind Oblaten also erwachsene Personen, ab dem 18. Lebensjahr, die das geistliche Erbe des Hl. Benedikt in ihrem Leben umsetzten wollen und ihr Leben anhand dieser Regel ausrichten. So sind wir als Oblaten-Benediktiner geistige Kinder des Hl. Benedikt. Deshalb der Name: Oblaten-Benediktiner

 

Unterschied zu Benediktinern in der römisch-katholischen Kirche und den anglikanischen Kirchen!
Klassisch werden Benediktinermönche und Nonnen überwiegend mit der römisch-katholischen Kirche in Verbindung gesetzt. Es gibt diese jedoch auch in den zahlreichen anglikanischen Kirchen, sowie auch in evangelischen Landeskirchen.

Unsere Gemeinschaft ist eingegliedert in die Unabhängig-katholische Kirche (UKK) mit dem Sitz des Erzbischofs +Karl-Michael Soemer in Hövelhof bei Paderborn.
Der Begriff Oblaten-Benediktiner heißt nicht nur, dass wir geistige Kinder des Hl. Benedikts sind, sondern auch, dass wir KEINE Mönche und Nonnen sind, wie in den Klöstern.

 

Was sind wir dann?
Wir sind eine benediktinisch geprägte Gemeinschaft, die nach der RB lebt, arbeitet und in der Welt wirkt. Wir gehen dabei alle Zivilberufen oder eigenständigen Tätigkeiten  nach und erwirtschaften so unseren eigenen Lebensunterhalt. Dennoch leben wir jeweils unter der Regel des Hl. Benedikt bezüglich des Gebetes, der gemeinschaftlichen Veranstaltungen und der Gottesdienste und Messen und der Struktur, sowie des Miteinanders. Wir sind auch deshalb keine Mönche/Nonnen in dem Sinne, da wir heiraten dürfen, oder auch freiwillig im Zölibat leben. Die geschieht je nach Berufung.

Warum sehen wir dann aus wie Mönche?
Wir tragen zu bestimmten Zeiten am Tag und in der Woche den Habit, das Gewand der Benediktiner. Zum Einen stellt dies die Demut vor Gott und die Einfachheit aller dar, zum Anderen schafft die gemeinsame Kleidung auch äußerlichen Zusammenschluss und Einheit dar, sowie die spirituelle Ausrichtung auf die RB die Innere Einstellung aller miteinander verbindet.

 

Wir sind KEINE Mönche und Nonnen, sondern Brüder und Schwestern. Lediglich die geweihten Priester (derzeit nur der Abt selbst) tragen Amtstitel wie z.B. `Pater´, um deutlich den speziellen kirchlich-diakonalen und priesterlichen Auftrag hervorzuheben.


Dabei ist uns in allem die ganzheitliche Theologie grundentscheidend, denn niemand ist wegen einer Berufung, oder eines Amtes besser, oder schlechter, sondern jeder hat andere Gaben des Heiligen Geistes und lebt die eigene Berufung innerhalb der Gemeinschaft.

 

Die restlichen, bisher 3 Mitglieder selbst, sind Laien und da keiner von unseren Brüdern und der Schwester Nonne, oder Mönch im eigentlichen Sinne ist, heißen wir  Oblaten-Benediktiner Gemeinschaft.

 

Dies hat den weiteren Grund, dass wir keine Klerikergemeinschaft sind und sein wollen, sondern eine Laienbewegung, die unter einem Abt betet, arbeitet, studiert, soziale-pastorale Arbeit tätigt und Angebote bereitstellt, die Suchenden und Fragenden, Kritikern und Wohlgesonnenen jeweils als Anlaufstelle dienen und eine eventuelle kirchliche, pastorale und parochiale (Gemeinde) Heimat bietet.

 

Sind wir ein Kloster?
Wir sind bewusst KEIN Kloster! Wir leben weder hinter Klostermauern, oder in einer Klausur. Wir haben auch alle keinen gemeinsamen Wohnsitz. Wir treffen uns aber mehrfach die Woche, beten, erzählen, bilden uns gemeinsam weiter.  Wir leisten, unserer Berufung nach, unsere Dienste in einer säkularen Arbeitsstelle und sind ehrenamtlich auch als Seelsorger tätig.

 

Mit unserem Dienst selbst wollen wir kein Gehalt erzielen, da die Seelsorge für uns kein Beruf (mit festem Gehalt) darstellt, sondern eine Berufung, die nicht pekuniäre Ziele hat.

Probleme?
Ja, die Verbindung aus Gemeinschaft, Familie und einer säkularen Arbeitsstelle bringen auch Probleme mit sich. Dies zu vereinbaren ist sicherlich nicht so leicht, wie es in klassischen Klöstern der Fall ist, die ihre Mitglieder auch finanziell absichern. Wir müssen durch eigene Hände Arbeit, außerhalb der Gemeinschaft unseren Lebensunterhalt verdienen. Ähnlich wie die Konventualen im Mittelalter, die zwar an ein Kloster angeschlossen waren, aber alle Arbeiten verrichteten, für die die Mönche und Nonnen keine Zeit hatten. Wir sind eine arbeitende Gemeinschaft, die in der `normalen´ Welt ihre Brötchen verdient und die Berufung als himmlische Belohnung sieht.

 

Der Weg in die Gemeinschaft.

Wie wird man Oblaten-Benediktiner?
So wie bei den Klöstern auch, wird man erst einmal  Postulant(postulare= prüfen) und schaut sich die Gemeinschaft, als auch die Seelsorgeregion, die wir betreuen, an.

Danach kann man nach etwa 6 Monaten das Noviziat ablegen. Der Novize (lat. Neuling) wird für rund 1 Jahr als Gast in die Gemeinschaft aufgenommen und erhält Novizenunterricht, wo die eigene Berufung und Begabung ebenso in die Betrachtung kommt, wie das Kennenlernen der Hl. Schrift und der RB.

Danach kann der Kandidat die zeitliche Profeß ablegen. Für die nächsten drei Jahre bindet er sich an die Gemeinschaft, wird eingekleidet mit dem Habit und erhält spezielle Aufgaben in der Gemeinschaft und für die Seelsorgeregion, die wir betreuen.

 

Nach der zeitlichen Profeß besteht bei uns, auch zum Unterschied zu anderen Gemeinschaften, die Möglichkeit ein zweites Mal für drei Jahre die zeitliche Profeß abzulegen, oder auch die ewige Profeß zu versprechen.

 

Was sind Professen?
Professen sind Versprechen gegenüber Gott. Es sind bei uns 4 Gelübde (Versprechen) die abgelegt werden:

1)Armut
2)Gehorsam
3)Keuschheit
4) stabilitas loci (Ortsgebundenheit)

 

Armut
Dies heißt nicht kärgliches leben, ohne fließend Wasser, Strom und anderen Dingen, sondern die Armut im Geiste und in der Geldbörse, dass wir nämlich nicht als Einzelne hinter dem Mammon Geld eifern und dies wichtiger als die Schrift und Gott wird.

 

Gehorsam
Gehorsam heißt Gehorsam gegenüber der Hl. Schrift und dem Abt. Dies ist auch kein Kadavergehorsam, wie beim preußischen Militär! Es ist ein hören, hinhören, aktives zuhören auf die Lehre der katholischen Kirche (hiermit ist die allgemeine katholische Lehre gemeint, nicht die römische Form) und auf den Abt. Die Schwestern und Brüder haben bei uns, wie eigentlich auch in der RB beschrieben, ein Mitspracherecht und wir sagen, auch eine Mitsprachepflicht. Niemand wird gezwungen, sondern durch den Hl. Geist wird deutlich welche Gaben, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Mitglieder haben und wie sie diese zur höheren Ehre Gottes einsetzten können.

 

Keuschheit.
Dies kann für den einen Ehelosigkeit und Zölibat heißen, als auch Treue gegenüber dem Partner oder der Partnerin. Eine monogame und christlich fundierte Ehe ist auch keusch und bedeutet auch treu gegenüber dem Partner zu sein.

stabilitas loci (Ortsgebundenheit)
Der Ort, oder die Region in der die Gemeinschaft besteht, ist der Ort, an dem die Mitglieder bis zum Lebensende bleiben und sich so an die Gemeinschaft binden.

 
Ist das alles ein MUSS? Zwang?

Wer kommt, der kommt,
wer  bleibt, der bleibt,

wer geht der geht.

Nach diesem Motto verläuft unsere Einstellung, sowohl bei der Gemeinde, als auch bei der Gemeinschaft. Wir machen Angebote, beraten und sprechen über vielerlei Möglichkeiten sich anzuschließen. Einige der Gemeinde und Gemeinschaftsmitglieder sind auch Doppelmitglieder (evangelisch zur Zeit) und gehören dennoch dazu.

Wer darf/kann mitmachen?

Zur Gemeinde sind alle herzlich willkommen.

Wenn Sie in die Gemeinschaft eintreten wollen, dann wird auch besprochen, dass dies nicht so einfach, anspruchslos und "unüberlegt" sein soll. Nach der RB gehen wir die Schritte der Prüfung einer Berufung in eine Gemeinschaft hinein und beleuchten alle Aspekte des Lebens in/mit einer Gemeinschaft. Wer nämlich vor der Welt fliehen will, ist in einer Gemeinschaft so ziemlich falsch.

Eine Gemeinschaft ist KEIN Freundschaftsclub, oder Spielwiese für suchende Menschen, sondern eine ernstgemeinte, om Hl. Geist geführte Berufung, die Disziplin, Ehrlichkeit und auch eine gesunde Selbsteinschätzung bedarf.

 

Sie möchten nach dem Schnuppern in die Gemeinschaft keine Gelübde ablegen, aber es reicht Ihnen nicht nur in der Gemeinde zu sein? Dann werden Sie doch, wie unser Bruder Bernd, einfach ein Freund des Klosters.

 

Wenn Sie mehr über uns erfahren wollen, kommen Sie uns gerne besuchen, oder kontaktieren Sie uns.

  
 
 
 
  

Unser Bruder Bernd ist ein Freund der Gemeinschaft, der sich für den Naturschutz und Tiere engagiert, aber selbst keine Professen ablegen möchte. Er ist auch Mitglied der Gemeinde und hilft mit seinem handwerklichen Geschick in allen Belangen. Seine ruhige und tief spirituelle Art schätzen unsere Mitbrüder und Schwestern sehr.

Bruder Joseph fand den Weg vor nunmehr 2 Jahren zur Kirche und Gemeinde. Der Weg führte ihn aber weiter in die Gemeinschaft. Er hat die zeitliche Profeß am 09.12.2018 feierlich abgelegt.  Sein Profeßspruch ist: "Gott hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet, durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel" [Eph.3b]
Er ist derzeit Lektor und in der internen Ausbildung zum Seelsorger und als pastoraler Helfer.

Schwester Clara-Elisabeth (Eremitin)

Schwester Clara Elisabeth ist eine selbstständige Eremitin der UKK mit franziskanischem Charisma. Sie ist Freundin der Gemeinschaft, gehört aber der Gemeinschaft nicht an. Sie hat zahlreiche pastorale und soziale Aufgaben für die UKK und die Seelsorgeregion Nordhessen: Sie ist auch zuständig für Seelsorge, Andachten, Naturschutz und als missionarische Unterstützung. Sie ist darüber hinaus auch Lektorin und  Kommunionhelferin.  

Abt Pater Thomas Andrew

  • 2008 Touristic assistant of foreign languages
  • 2008 bis 2011 im Clementinum (Clemens Maria Hofbauer Hilfswerk für Priesterspätberufene) Beginn des Studiums Theologie
  • 2011-2012  Frater in St. Wigberti, Werningshausen
  • 20.07.2012 Subdiakonat
  • 2012-2013  Vikariat in Plymyouth (UK)
  • 22.03.2014 Diakonat
  • 28.02.2015 Priesterweihe
  • Lizenziat der Kirche (Lehrauftrag: 18.03.2016) lic.theol
  • 14.07.2018 Abtsbenedikation

 Als Abt der Gemeinschaft trage ich die Verantwortung für die Gemeinschaft und für die Seelsorgeregion Nordhessen/St. Bonifatius als Pastor. Ich lebe seit mehr als 15 Jahren nach der Regel des Hl. Benedikt, habe Theologie studiert und Erfahrungen in verschiedenen Kirchen gemacht. Zudem habe ich kirchliches Lizenziat (Lehrauftrag der Theologie) erworben und bin aus Überzeugung Priester, Pastor und Seelsorger für die Menschen.

Offenheit, Direktheit und Humor sind Teil meines Dienstes, welche jene, die mich wirklich persönlich kennen, doch sehr zu schätzen wissen. Ich mag die katholische Weite des Glaubens und die benediktinische Spiritualität bezüglich Umgang, Respekt, Kontroversen und dem Miteinander.

 

 

 

 

 

 

 


Die Unabhängig-katholische Kirche ist Gründungsmitglied der FKB. Die keltisch-katholische Kirche ist das zweite Gründungsmitglied und ebenso Mitglied im Ökumenischen Kreis der Kirchen.
Die Unabhängig-katholische Kirche ist Gründungsmitglied der FKB. Die keltisch-katholische Kirche ist das zweite Gründungsmitglied und ebenso Mitglied im Ökumenischen Kreis der Kirchen.

Atuelles in der Gemeinschaft

In der Adventszeit 2018 legt Schwester Clara Elisabeth ihre ewige Profeß ab und Bruder Ralf leg die zeitliche Profeß in der Gemeinschaft ab. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben.